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Lebenshilfe Duisburg
Barrieren sichtbar machen
Gemeinsames Projekt der Lebenshilfe Duisburg, der LebensRäume Duisburg und der Duisburger Werkstatt soll mehr Inklusion im Alltag schaffen
Zu hohe Bürgersteige, zugeparkte Fußgängerwege, schlecht erreichbare Behindertentoiletten, fehlende Leitsysteme, komplizierte Sprache: Es gibt viele Barrieren, denen Menschen mit Behinderung jeden Tag im Alltag begegnen – auch in Duisburg.
Das möchte ein Projekt der Lebenshilfe Duisburg, der LebensRäume Duisburg und der Duisburger Werkstatt ändern: Unter dem Hashtag #barrierefreiesLeben machen sie in den nächsten Wochen auf bestehende Barrieren aufmerksam. Ziel ist es, einen nachhaltigen Dialog mit Betroffen und Behörden anzustoßen, um gemeinsam eine Stadt zu schaffen, die für alle Menschen zugänglich ist.
Im April startet die erste Stufe des Projekts: Menschen mit Behinderung checken in diesem Monat wichtige Stationen des Alltags wie ÖPNV, Restaurants, Spielplätze, Arztpraxen und Internetseiten, und zeigen ihre ersten Eindrücke auf den Social-Media-Kanälen der drei Organisationen. Zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai sollen die Ergebnisse im Detail vorgestellt werden.
Duisburgerinnen und Duisburger sind aufgerufen, ebenfalls unter dem Hashtag #barrierefreiesLeben auf bestehende Barrieren hinzuweisen.
Im zweiten Schritt stehen Gesprächsrunden und Workshops mit Entscheidungsträgern an, um konkrete Maßnahmen zu planen. Durch Dialog und Zusammenarbeit sollen nachhaltige Veränderungen erreicht werden, zum Beispiel bessere Beschilderungen in der Stadt, digitale Barrierefreiheit, Mobilitätskonzepte, barrierefreier Stadtplan usw.
„Wir möchten nicht nur punktuell und kurzfristig Aufmerksamkeit erzeugen, sondern langfristige Verbesserungen und ein anderes Bewusstsein bewirken – hin zu einer wirklich barrierefreien Stadt Duisburg“, unterstreicht Ines Bluhmki von der Lebenshilfe Duisburg.
Über die Lebenshilfe Duisburg
Die Lebenshilfe Duisburg wurde 1962 aus einer Elterninitiative herausgegründet und organisiert seitdem vielfältige Dienstleistungen und therapeutische Angebote für Kinder, Jugendliche sowie Erwachsene mit und ohne Behinderungen. Die Leistungen orientieren sich dabei an dem Bedarf des jeweiligen Menschen. Mit den Angeboten sollen die Menschen in die Lage versetzt werden, ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen zu können.
Über die LebensRäume Für Menschen in Duisburg
Die gemeinnützige Gesellschaft LebensRäume Für Menschen in Duisburg gGmbH fördert seit über 40 Jahren das selbständige Wohnen und selbstbestimmte Leben von Menschen mit Behinderung. Die Kernaufgabe besteht darin, Menschen mit Beeinträchtigungen in ihren Interessen zu stärken und Selbstbestimmung und Teilhabe in allen Lebensbereichen zu ermöglichen. So bieten die LebensRäume Unterstützung im Wohnen und individuelle Beratung im Rahmen der Eingliederungshilfe an. An sieben Standorten im gesamten Duisburger Stadtgebiet erbringen sie Leistungen in besonderen Wohnformen für 178 Menschen mit Behinderung. Darüber hinaus wird Ambulant Betreutes Wohnen sowie eine Form des Intensiv Betreuten Wohnens angeboten.
Über Duisburger Werkstatt
Die Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung gGmbH wurde im Jahr 1973 von der Stadt Duisburg, der Lebenshilfe Duisburg e.V. und dem Verein für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung Duisburg e.V. gegründet. Ihr zentraler Auftrag ist die berufliche Rehabilitation und Integration von Menschen mit Behinderung. Mit Konzepten wie dem Café/Restaurant „Ziegenpeter am Rheinpark“, dem „AV Concept Store“ und der „Fahrradwerkstatt“ fördert und unterstützt die Duisburger Werkstatt u. a. gesellschaftliche Teilhabe und Inklusion.
Ansprechpartner für die Presse




Jennifer Middelkamp
Pressesprecherin
Regionalgeschäftsführung Kreise Borken | Kleve



